BYPAD – 21 Punkte für mehr Radverkehr

Radfahren in Mannheim soll in Zukunft noch attraktiver werden. Dazu hat der Ausschuss für Umwelt und Technik in seiner Sitzung am 23. März ein 21-Punkte-Programm für mehr Radverkehr verabschiedet. Das 21-Punkte-Programm wurde in einem sogenannten „BYPAD“-Prozess gemeinsam mit lokalen Verkehrsexperten und Fahrrad-Akteuren entwickelt. BYPAD steht für Bicycle Policy Audit (Prüfung der Fahrradstrategie) und wurde als Qualitätsmanagementverfahren kommunaler Fahrradpolitik bereits in über 65 europäischen Städten angewandt.

Mannheim auf Qualitätsstufe zwei
In vier Qualitätsstufen lässt sich bei BYPAD die Fahrradstrategie einer Stadt abbilden. Im Rückblick auf die Fahrradpolitik der letzten Jahre reicht es für Mannheim noch „nur“ zu Stufe zwei. „Mit kurzen Wegen und flacher Topografie bestehen jedoch sehr günstige Ausgangsbedingungen“, wie der Hannoveraner BYPAD-Berater Detlev Gündel in seinem Gutachten feststellt.

Runder Tisch Radverkehr geplant

Das 21-Punkte-Programm setzt erstmals messbare Ziele und nennt Aufgaben für die Weiterentwicklung eines fahrradfreundlichen Mannheims. Neben dem Ausbau der Infrastruktur für Radverkehr soll auch ein Schwerpunkt auf Öffentlichkeitsarbeit gelegt werden. Mit einem „Radsalon“ als Open-Air-Messe präsentiert sich die Stadt am 10. April als fahrradfreundliche „City“. Ein „Runder Tisch Radverkehr“, zu dem neben Nutzergruppen und Verwaltung auch jede Fraktion einen Vertreter entsendet, soll den Ausschuss für Umwelt und Technik künftig bei strategischen Radverkehrsfragen beraten.
21_Punkte_Kurzfassung