Mannheim in Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen
Am 4. Mai hat sich in Stuttgart die „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg“ (AGFK-BW) mit Beteiligung der Stadt Mannheim gegründet. „Für Mannheim ist die Mitgliedschaft in diesem landesweiten Netzwerk Fahrradfreundlicher Kommunen die logische Fortführung des Klimaschutzkonzepts 2020 und Bestandteil unseres 21-Punkte-Programms zur Förderung des Radverkehrs“ so Umweltbürgermeister Lothar Quast.
Ziel des kommunalen Netzwerkes, dem rund 20 Kommunen aus ganz Baden-Württemberg beigetreten sind, ist die Förderung des Radverkehrs auf den unterschiedlichsten Ebenen. Das reicht von der Interessenwahrnehmung gegenüber dem Land, zum Beispiel bei der Berücksichtigung der Belange des Radverkehrs in der Landesbauordnung über die Entwicklung von Radverkehrssicherheitskonzepten bis zur konkreten Beratung der Kommunen bei der Lösung schwieriger planerischer Aufgaben.
Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und Information, zum Beispiel über neue Regelungen in der Straßenverkehrsordnung wird die Arbeit der Mitgliedskommunen erleichtert: Jetzt muss nicht jede Stadt ein eigenes Faltblatt über neue Verkehrsregelungen entwerfen, sondern diese Aufgabe wird zentral übernommen. Bisher gibt es nur in Nordrhein-Westfalen ein vergleichbares kommunales Netzwerk, das bereits seit rund 15 Jahren erfolgreich arbeitet. Baden-Württemberg hat sich nun ebenfalls die Radverkehrsförderung zur Aufgabe gemacht. Die Gründungsveranstaltung fand unter Teilnahme von Tanja Gönner, der Stuttgarter Ministerin für Umwelt, Naturschutz und Verkehr statt. Die Landesregierung hat sich selbst das Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil im Land zu verdoppeln, ein noch fahrradfreundlicheres Klima zu schaffen, die Fahrradinfrastruktur zu optimieren und die Verkehrssicherheit der Radfahrer zu erhöhen.
Gründungstreffen der Arbeitsgemeinschaft; in der Mitte Ministerin Tanja Gönner
Mannheim hat ähnliche Ziele bereits im Gemeinderat beschlossen und verschiedene Maßnahmen bereits umgesetzt; so wurden in der Innenstadt rund 200 neue Abstellmöglichkeiten geschaffen. Der erste Mannheimer Radsalon auf den Kapuzinerplanken war ein voller Erfolg. „Die Mitgliedschaft von Mannheim in der Arbeitsgemeinschaft bedeutet Rückenwind für die lokale Radverkehrsförderung“ ist Quast überzeugt und sieht sich auf dem richtigen „Radweg“. In den nächsten Monaten wird eine Prüfungskommission der Arbeitsgemeinschaft Mannheim besichtigen und wenn die Qualitätskriterien, die von kommunalpolitischer Prioritätensetzung für die Radverkehrsförderung über das Schaffen einer fahrradfreundlichen Infrastruktur bis hin zu Serviceleistungen für den Radverkehr reichen, erfüllt werden, winkt der Stadt der offizielle Titel „Fahrradfreundliche Kommune“, der AGFK.






