Neuer S-Bahn-Haltepunkt Arena/Maimarkt

Zum neuen barrierefrei zugänglichen S-Bahnhaltepunkt “Arena/ Maimarkt” besteht bis Februar 2012 für Fußgänger und Radfahrer aus Richtung Neckarau/Mallau ein Umweg von ca. 800m über die SAP-Arena.

Am 11. Dezember 2011 ging die neue S-Bahn-Station „Mannheim ARENA/Maimarkt“ in Betrieb und ersetzte den bisherigen Haltepunkt „Rangierbahnhof“. Die neu erbauten, etwa 400 Meter Richtung Heidelberg verschobenen Bahnsteige bieten endlich einen barrierefreien Zugang zu den S-Bahnen auf der Stammstrecke zwischen Mannheim und Heidelberg. Das Verkehrsforum Neckarau begrüßt die neue S-Bahn-Station am Rande der Gemarkung und weist die Neckarauer auf die nun bequemere Verbindung Richtung Heidelberg hin. Die RNV-Buslinie 50 weist jetzt kurze Umsteigewege zur S-Bahn auf.

Je Richtung verkehren die S-Bahnen werktags in der Regel drei Mal und sonntags zwei Mal pro Stunde, der 50er Bus ist Montag bis Freitag im 20-Minuten-Takt unterwegs und am Wochenende jede halbe Stunde. Aus Neckarau kann der Heidelberger Hauptbahnhof so in rund 30 Minuten erreicht werden.

Tariflich ist der Weg über Mannheim ARENA/Maimarkt anstelle über Mannheim Hbf deshalb interessant, da so nach Heidelberg nur drei Waben durchfahren werden. Nach den neuen VRN-Tarifen 2012 liegt der Einzelfahrschein bei 3,60 Euro, mit dem Ticket 24 plus fahren aber bis zu 5 Personen für 24 Stunden oder das ganze Wochenende für nur 9,60 Euro.

Ein Wermutstropfen stellt bis Februar 2012 der Umweg für Fußgänger und Radfahrer aus Richtung Neckarau/Mallau dar. Wie das Verkehrsforum auf Nachfrage bei der Stadt Mannheim erfuhr, werden mit Inbetriebnahme der neuen S-Bahn-Station die Treppenabgänge von der Überführung zu den alten Bahnsteigen gesperrt. Dadurch ergibt sich ein Umweg für Fußgänger und Radfahrer zum S-Bahnhof von rund 800 Metern.

Umleitung S-Bahn Arena/Maimarkt

Skizze zur Umleitung: rote Linie bis zur Arena, zurück über Xaver-Fuhr-Straße

„Es ist natürlich bedauerlich, dass die Errichtung des neuen, vom Verkehrsforum geforderten Abgangs erst nach der Inbetriebnahme des neuen Haltepunktes erfolgen kann und dabei den bisherigen Weg verstellt. Den zeitlich beschränkten Umweg halten wir für Radfahrende für akzeptabel“, erklärt Dr. Gerd Hüttmann, ADFC-Sprecher und Radexperte im Verkehrsforum.

Eine Rampe wurde von der Bahn aufgrund des hohen Aufwandes abgelehnt, das Verkehrsforum regte die Platzvorhaltung für einen späteren Aufzug an. „Die neue Treppe wird wenigstens beidseitig mit Rad-Schieberillen versehen. Sie bietet damit eine Hilfe für Radfahrer, die sich künftig den Umweg sparen wollen,“ erläutert Hüttmann weiter.

So ganz fertig ist auch der neue Haltepunkt noch nicht: die versprochenen Fahrradstellplätze und die Schieberinnen an den Treppen (zusätzlich zum Aufzug) fehlen noch.